Tino Schreiber
schrieb am 3. September 2026 um 0.15 Uhr
Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer habe ich erst jetzt vom Tod von Günter erfahren. Wir haben jahrelang im Rückbau zusammengearbeitet. Ich war damals halb so alt wie er und stand ihm als Helfer und Kollege zur Seite.Ich denke unglaublich gerne an unsere gemeinsamen Pausen und die Ausfahrten zurück. Günter kannte sich in ganz Deutschland aus – er hat dieses Land ja quasi mit zurückgebaut. Er hat so viel mit mir geteilt und mir von der alten, harten Zeit im Rückbau erzählt. Von den Gefahren damals, aber auch von den Großprojekten, bei denen er so bekannt und geschätzt war.Günter hat sich immer für mich eingesetzt, mir Mut und Hoffnung gemacht. Er war schon jenseits der Rente und hätte gar nicht mehr arbeiten müssen. Aber er sagte mir immer: ‚Wer rastet, der rostet.‘ Er hatte zu viele Kollegen gesehen, die nach der Rente auf der Couch krank wurden. Er wollte aktiv bleiben. Dass ihn nun dieses Schicksal auf der Baustelle eingeholt hat, bricht mir das Herz. Es ist so unendlich schade um ihn.Günter wird mir immer als ein starker, erfahrener und warmherziger Mensch in Erinnerung bleiben. Ich denke auch gerne an den gemeinsamen Kaffee bei Ihnen zu Hause zurück. Mein herzlichstes Beileid und mein tiefstes Mitgefühl gelten Ihnen, liebe Frau Schäuble, und der ganzen Familie